Herkulesbärenklau mit Nonnenfürzchen und Sauerkirschen

Rezept von Jean-Marie Dumaine aus dem Buch "Kochen mit Wildpflanzen"

Recette Berce du Caucase et pets de nonne

Foto von Andreas Thumm

Zutaten für 4 Personen

  • 1 kg zarte Herkulesbärenklau-Blütenstengel, am Vortag geerntet
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Zitronensaft
  • 200 ml Wasser
  • 50 g Puderzucker

 

  • 500 g Sauerkirschen, ensteint
  • 2 EL Kristallzucker

Nonnenfürzchen:

  • 1/4 L Wasser
  • 100 g Butter
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 EL Zucker
  • 150 g Mehl
  • 4 Eier
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung des Rezeptes

Die Blütenstengel des Bärenklaus schräg in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden und schälen. Aus Zucker, Zitronensaft und Wasser einen Sirup herstellen und die Blütenstengel darin kurz pochieren. Abtropfen und abkühlen lassen. Den restlichen Bärenklau in feine Ringe schneiden, ebenfalls im Zuckersirup pochieren und abtropfen lassen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, mit Puderzucker bestäuben und bei 80 Grad im Backofen etwa 40 Minuten trocknen lassen.

Für die Nonnenfürzchen Wasser, Butter, Meersalz und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen. Das Mehl durch ein Sieb dazugeben und darunterrühren. Den Teig auf dem Herd etwa 4 Minuten kräftig rühren. Leicht abkühlen lassen. Dann die Eier eines nach dem anderen unter den lauwarmen Teig rühren. Die Hälfte des im Backofen getrockneten Bärenklaus daruntermengen. Mit zwei Teelöffeln den Teig zu 12 Nocken formen. Diese im 180 Grad heißen Öl etwa 5 Minuten goldgelb frittieren. Sie blähen sich dabei auf. Auf einen Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker großzügig bestäuben.

Die Sauerkirschen im Bärenklausirup 2 Minuten pochieren, dann herausheben und abtropfen lassen. Den Sirup auf die Hälfte einkochen und die Kirschen wieder dazugeben.

Die Kirschen in Schalen verteilen. Die Nonnenfürzchen darauflegen und die Bärenklaustücke senkrecht zwischen die Kirschen stellen. Die zweite Hälfte der getrockneten Bärenklauringe in Kristallzucker wenden und über die Kirschen verteilen.

Hinweis: Der Pflanzensaft des Herkulesbärenklau kann, ebenso wie der Saft anderer Doldenblütengewächse, unter der Einwirkung von Licht Hautschädigungen (Phytophotodermatitis) verursachen. Verantwortlich für diese Hautirritationen sind Furocumarine, die in allen Teilen der Pflanzen vorhanden sind. Man sollte den Bärenklau also frühmorgens oder abends und mit Handschuhen pflücken. Sollte beim Pflücken der Pflanze dennoch einmal Saft auf die Haut spritzen, waschen Sie die betroffene Stelle sofort gründlich mit Wasser ab.