Weiße Silberwurz
(Dryas octopetala)
Familie der Rosengewächse (Rosaceae)
Eightpetal mountain-avens
Weiße Silberwurz
Driada de ocho pétalos
Synonym: Alpengamänderlin, weißer Gathau
Sammelzeit:
- Blätter, das ganze Jahr über
- Blüten, von Mai bis August
Die Pflanze ist in ganz Frankreich und Deutschland geschützt.
Lebensraum: Wiesen, Felsen, Geröll, in einer Höhe von 1500 bis 2500 m
Pflanzenbeschreibung:
- zwergiger, kriechender, mehrjähriger Halbstrauch mit Pfahlwurzel
- die Blätter sind gekerbt wie Eichenblätter, immergrün, unterseits filzweiß, mit eingerollten Rändern
- Einzelblüten mit 8 weißen Blütenblättern und zahlreichen Staubblättern
- die Frucht ist eine Achäne mit einem langen, federartigen, glänzenden, silbrigen Griffel
Besonderheit über die Pflanze:
- der lateinische Name „dryas“ stammt vom griechischen „drus“ ab, was Eiche bedeutet, und gab Anlass zu dem französischen Namen Dryade (oder chênette, kleine Eiche)
- in der griechischen Mythologie sind Dryaden die Nymphen der Eichen im Besonderen und der Bäume im Allgemeinen, daher auch einer ihrer französischen Namen, „chênette“, was "kleine Eiche" bedeutet
- die Dryade gab einer kalten, nacheiszeitlichen Periode, der Dryas, ihren Namen. Ihre Pollen wurden in großer Menge in den Sedimenten dieser Ära gefunden
- Die weiße Silberwurz ist seit 2004 die Nationalblume Islands
Heileigenschaften:
- adstringierend, appetitanregend, magenstärkend und verdauungsfördernd
- als Gurgelmittel wird ein Tee aus weiße Silberwurzblätter zur Linderung von Entzündungen im Rachen und Mundraum verwendet
Kulinarische Anwendungen:
- Blätter in Kräutertees
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