Speierling

(Sorbus domestica)

Familie der Rosengewächse (Rosaceae)

Drapeauangleterre

Sorb tree

Drapeauallemand

Speierling

Drapeauespagne

Serbal común

Synonym: Spierling, Sperberbaum, Sporapfel

Sammelzeit:

  • Früchte, von September bis Oktober

Die Früchte müssen reif am Fuße des Baumes gesammelt oder im reifen Zustand gepflückt und einige Tage oder Wochen auf einem Bett aus Stroh oder Blättern reifen gelassen werden

Lebensraum: helle Wälder, Hecken

Pflanzenbeschreibung:

  • Baum von 5 bis 18 m Höhe, mit Pyramidenkrone, kann 150 bis 200 Jahre alt werden
  • orangebraune Rinde, schnell rissig
  • Blätter laubabwerfend, 12 bis 16 cm, wechselständig, bestehend aus 11 bis 21 Blättchen, 3 bis 6 cm, nur im oberen Teil gezähnt, oben dunkelgrün, unten heller
  • kleine, weiße Blüten, gruppiert in Sträußen am Ende der Zweige
  • Blütezeit: von April bis Juni
  • Früchte ziemlich groß (2 bis 3 cm Durchmesser), kugelig oder birnenförmig. Zuerst grün, dann gelb mit roter Seite, schließlich dunkelbraun, sobald es überreif ist, mit mehreren schwarzen Samen

Besonderheit über die Pflanze:

  • das Holz des Speierlings ist sehr dicht und eines der härtesten. Es wird auch bei der Herstellung besonders widerstandsfähiger Werkzeuggriffe und in der Tischlerei eingesetzt
  • die überreife Früchte sind sehr reich an Einfachzuckern (sie enthalten hauptsächlich Invertzucker sowie Sorbit), Pektin und Vitamin C. Vor überreif zu sein, enthalten sie erhebliche Mengen an Tanninen

Heileigenschaften:

  • Sorbit erhöht die Ausscheidung von Galle und Sekreten der Bauchspeicheldrüse, beschleunigt die Darmpassage und fördert den Anstieg von Vitamin B12, was besonders für Vegetarier nützlich ist
  • die unreife Früchte sind adstringierend

Toxizität:

  • die Samen der rohen Früchte enthalten cyanogene Glykoside, welche eine leichte Toxizität aufweisen, beim Kauen der rohen Kerne wird das Glykosid freigesetzt, wie im Fall von Apfel- und Birnenkernen

Kulinarische Anwendungen:

  • vor der Reifung sind die Früchte des Speierlings hart, sehr adstringierend, sauer und bitter und völlig ungenießbar, es sei denn, man kocht sie wie Quitten. Einmal überreif, sind sie jedoch weich und cremig, sehr süß und bemerkenswert aromatisch, zweifellos eine unserer besten Wildfrüchte
  • überreife Früchte in Kompott, Marmelade, Torten

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