Klatschmohn

(Papaver rhoeas)

Familie der Mohngewächse

Drapeauangleterre

Common poppy

Drapeauallemand

Klatschmohn

Drapeauespagne

Amapola común

Synonym: Klatschrose, Mohnblume

Sammelzeit:

  • junge Blätter, von Februar bis Mai
  • Blüten, von April bis September
  • Samen, von Juni bis Oktober

Da die Blume nur kurzlebig ist, sollte man sie direkt nach der Blüte ernten, am besten früh morgens bei trockenem Wetter

Lebensraum: Felder, Wegränder, Brachflächen, angrenzend an oder inmitten von Getreidefeldern

Pflanzenbeschreibung:

  • eine einjährige, selten zweijährige, krautige Pflanze mit aufrechten, sehr dünnen, meist unverzweigten, behaarten Stängeln, die bis zu 70 cm hoch werden. Beim Anschneiden tritt aus dem Stängel, wie bei anderen Mohnarten auch, ein weißer Milchsaft aus
  • behaarte Blätter in einer Rosette an der Basis, wechselständig am Stängel, tief in lanzettliche, eingeschnitten-gezähnte Segmente geteilt
  • eine sehr zarte, leuchtend rote Blüte mit vier Blütenblättern, die jeweils an der Basis schwarz gefleckt sind. Die Blütenblätter sind in der Knospe zunächst gekräuselt und entfalten sich dann. Die Blütenknospen hängen vor dem Aufblühen nach unten
  • die Früchte sind abgerundete Kapseln mit Poren an der Spitze, die zahlreiche kleine, bräunliche, fast kugelförmige Samen enthalten

Besonderheit über die Pflanze:

  • wie alle Mohnarten hat auch der Klatschmohn aufgrund der darin enthaltenen Alkaloide eine narkotische Wirkung
  • früher wurde aus den ölreichen Samen des Klatschmohns ein Öl gewonnen. Heute ist Mohnöl im Handel erhältlich. Es wird aus einer botanischen Varietät des Schlafmohns (Papaver somniferum), dem sogenannten Schwarzen Mohn oder Blauen Mohn, gewonnen. Leider wird dieses Öl sehr schnell ranzig
  • der Anbau des oben erwähnten schwarzen Mohns ist erlaubt, im Gegensatz zum Anbau der Sorte „album“, dem weißen Mohn, der Opium liefert

Heileigenschaften:

  • die Blüten wirken weichmachend, beruhigend, hustenstillend, schleimlösend und schweißtreibend
  • diese Art gehört neben der Großen Malve, der Königskerze, dem Katzenpfötchen, dem Huflattich, dem Eibisch und dem Duftveilchen zu den 7 Pflanzen, die helfen, die Lunge zu heilen
  • Klatschmohn wirkt beruhigend und fördert den Schlaf. Er hilft, Schlaflosigkeit zu bekämpfen, insbesondere bei Kindern über 7 Jahren
  • diese Pflanze wirkt hustenstillend, antiseptisch und beruhigend, fördert den Auswurf und hat krampflösende Eigenschaften. Daher wird sie zur Behandlung von Bronchitis, Keuchhusten, Husten, Heiserkeit und Magenschmerzen eingesetzt
  • dank seiner schweißtreibenden Wirkung hilft der Mohn, Fieber zu senken

Toxizität:

  • in übermäßigen Dosen kann Mohn erhebliche Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit oder Halluzinationen hervorrufen
  • Mohn darf nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 7 Jahren angewendet werden

Kulinarische Anwendungen:

  • junge Blätter roh im Salat oder gekocht im Gemüse
  • in Essig eingelegte Blütenknospen wie Kapern
  • Blüten als Dekoration für Gerichte, Salate, aber auch in Limonaden, Sirupen, Likören, Bonbons,…
  • getrocknete Blüten im Aufguss (siehe Rezept)
  • kandierte Blütenblätter zum Dekorieren von Desserts (siehe das Rezept für „Schwarzmohn-Eis…“)
  • der junge, noch zarte Fruchtknoten der Blüten kann direkt verzehrt werden; er hat einen köstlichen nussigen Geschmack
  • die Samen, wie die des Mohns, werden in einigen Broten und Gebäcksorten verwendet oder geröstet und mit Salz vermischt (Gomasio)

Videos:

  • Le Chemin de la Nature (FR) :
    1. Coquelicot : toux, sommeil et cuisine
  • Plantes Sauvages Comestibles (FR) :
    1. Sirop de coquelicot
  • Wolf-Dieter Storl (DE) :
    1. Der wunderbare Klatschmohn
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