Sumpf-Kratzdistel

(Cirsium palustre)

Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Drapeauangleterre

Marsh thistle

Drapeauallemand

Sumpf-Kratzdistel

Drapeauespagne

Cardo palustre

Synonym: nicht bekannt

Sammelzeit:

  • Wurzeln (im ersten Jahr), von September bis zum Winter
  • junge Stängel und Blätter, von Mai bis Juni
  • Blütenköpfe, von Juni bis September

Lebensraum: Wegränder, Gräben, Sümpfe, Torfmoore, feuchte Wälder und Wiesen

Pflanzenbeschreibung:

  • aufrecht wachsende, zweijährige Pflanze, 50 bis 300 cm hoch
  • sein Stängel ist aufrecht, geflügelt, spärlich verzweigt, dornig, wollig und bis zur Spitze beblättert
  • lange, schmale, sehr stachelige Blätter, die oft zum Boden geneigt sind und sich am oberen Ende des Stängels riemenartig verjüngen
  • kurzstielige Blütenköpfe, in Gruppen an den Spitzen oft überhängender Zweige; Blüten violett, manchmal weiß
  • die Früchte sind Achänen, die mit einem weißen, federartigen Pappus behaart sind

Besonderheit über die Pflanze:

  • alle Disteln sind im Allgemeinen harmlos und können wie diese Art verwendet werden, obwohl manche zu bitter, zu klein oder zu stachelig sind. Eine Art ist jedoch als extrem giftig bekannt: das Gummi-Spindelkraut (Atractylis gummifera), eine stammlose Pflanze mit einem einzigen, großen Blütenkopf, die auf Korsika (und von Portugal bis Griechenland und Nordafrika) wächst

Heileigenschaften:

  • die Pflanze besitzt appetitanregende, fiebersenkende und harntreibende Eigenschaften

Kulinarische Anwendungen:

  • die jungen Stängel sind zart, knackig und saftig, süß und aromatisch. Sie schmecken roh oder gedünstet hervorragend
  • stachelige Blätter, gut blanchiert und püriert (siehe Rezept)
  • wenn sie groß genug sind, können Distelblütenköpfe roh oder gekocht, ähnlich wie Artischocken, verzehrt werden. Ihr Geschmack ist sehr fein, aber die Zubereitung erfordert etwas Geduld
  • Stempel der Blütenköpfe mit der Schere abgeschnitten und auf Salate oder Artischockengerichte gestreut
  • getrocknete Wurzeln werden zu Mehl vermahlen, rohe Wurzeln werden gerieben in Salaten oder als Gemüse gekocht, z. B. in Gratins, Suppen usw