Wiesen-Kerbel
(Anthriscus sylvestris)
Familie der Doldenblütler (Apiaceae)
Cow parsley
Wiesen-Kerbel
Perifollo verde
Synonym: nicht bekannt
Mögliche Verwechslungen: mit der Hundspetersilie (Aethusa cynapium), der Gefleckten Schierling (Conium maculatum), der Wasserschierling (Cicuta virosa) oder der große Wasser Fenchel (Œnanthe aquatica), alle giftig
Sammelzeit:
- junge Triebe, von März bis Mai
- Blüten, von Mai bis August
Lebensraum: Wegränder, Waldränder, Feuchtwiesen, Böschungen, Wegränder, Flussufer
Pflanzenbeschreibung:
- zwei- oder mehrjährige, stinkende Pflanze mit dickem, länglichem Stamm, die eine Höhe von 60–170 cm erreicht
- aufrechter, hellgrüner Stängel, hohl, gefurcht, mit leicht geschwollenen Knoten, im oberen Teil kahl
- die Blätter sind 15 bis 30 cm lang und glänzend, die unteren mit einem langen Blattstiel, der etwa gleich lang wie die Blattspreite oder kürzer ist. Diese Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, mit länglich-lanzettlichen Segmenten, dicht beieinander, subakut
- der Blütenstand ist eine Dolde aus Doldenblütlern. Die weißen Blüten, klein (3,5–4 mm Durchmesser) und aufgrund des relativ kompakten Blütenstandes ohne Kelch, stehen an einem langen, kahlen Blütenstiel
- die Früchte, schwarz und trocken, sind glatte und glänzende Diakene, mit einem sehr kurzen Schnabel
Besonderheit über die Pflanze:
- die Pflanze wächst oft in Kolonien
- gerillter und hohler Blütenstiel (siehe Foto)
Heileigenschaften:
- harntreibend, appetitanregend, entzündungshemmeng, blutreinigend
- Kerbel kann als Aufguss eingenommen werden, um die Verdauung zu unterstützen. Er hilft bei Harnverhalt und wirkt auch bei Gicht, Asthma, Bronchitis und Nierensteinen
- bei äußerlicher Anwendung wirkt Kerbel beruhigend und abschwellend. Er wird zur Behandlung von Insektenstichen und Prellungen eingesetzt
Toxizität:
- seine Wurzel ist giftig. Es enthält abortive Substanzen
Kulinarische Anwendungen:
- zarte junge Blätter roh im Salat
- gehackte Blätter in Suppen, Gemüse oder zum Würzen von Soßen, Butter, Eierspeisen etc.
- Blüten und Blütenknospen in Salaten oder in Essig eingelegt
- in Japan werden junge Triebe und Blätter in Tempura gebacken oder als Garnitur für Miso-Suppen blanchiert
- Samen als Gewürz
Videos:
- Le Chemin de la Nature (FR) :
- Plantes Sauvages Comestibles (FR) :








