Hänge-Birke

(Betula alba = Betula pendula)

Familie der Birkengewächse (Betulaceae)

Drapeauangleterre

Silver birch

Drapeauallemand

Hänge-Birke

Drapeauespagne

Abedul común

Synonym: Sandbirke, Weißbirke, Warzenbirke

Sammelzeit:

  • junge Blätter, von März bis Mai (sie müssen geerntet werden, wenn sie noch sehr zart sind)
  • Kambium, Saft, von März bis April
  • Kätzchen, von April bis Mai

Lebensraum: in lichten Laub- und Nadelwäldern, Mooren, Steinbrüchen und Waldschlägen

Pflanzenbeschreibung:

  • mittelgroßer Baum (20 bis 25 m) mit schnellem Wachstum
  • Rinde weiß, glatt, in horizontalen Streifen ablösend
  • die jungen Zweige haben weißliche Harzwarzen, daher der Name Warzenbirke, und die Zweige sind schlank, haarlos und oft herabhängend
  • die Blätter sind lang gestielt, haben die Form einer Raute oder eines Dreiecks und sind an der Spitze spitz. Die Ränder sind in große, spitze Zähne eingeschnitten, die wiederum von kleinen Zähnen gesäumt sind und kahl sind. Leicht harzige junge Blätter mit aromatischem Geruch
  • männliche Kätzchen bilden sich im Herbst und bleiben den ganzen Winter über bestehen. Es sind hängende, violettbraune Zylinder mit einer Länge von 1 bis 2 cm. Die weiblichen Kätzchen erscheinen im folgenden Frühjahr vor dem Laubaustrieb. Sie sind kleiner und grün und befinden sich unterhalb der männlichen Blüten
  • seine Früchte haben die Form kleiner zylindrischer Zapfen und bestehen aus einem Schuppenstapel

Besonderheit über die Pflanze:

  • das Holz ist leicht, von mittlerer Dichte und nicht sehr haltbar, da es anfällig für Fäulnis ist. Birkenholz wurde jedoch von Holzschuhmachern, Drechslern, Tischlern und Zimmermänner bearbeitet. Die Rinde diente als Papier und wurde zur Herstellung von Pirogen verwendet

Heileigenschaften:

  • die Rinde der Birke enthält als therapeutisch wirksame Bestandteile vor allem Terpene, die besonders wichtige Entzündungshemmer sind und tumorhemmend wie antiviral wirken, wie Betulin, Betulinsäure und Lupeol. Die Rinde wirkt außerdem harntreibend, abführend und fiebersenkend
  • der Saft wirkt antilithiasierend (Harnwege) und reinigend
  • die Blätter wirken harntreibend und reinigend

Kulinarische Anwendungen:

  • zarte junge Blätter können in kleinen Mengen zu Salaten hinzugefügt
  • Birkensaft ergibt ein klares, erfrischendes Getränk ohne viel Geschmack. Um eine bessere Gärung zu gewährleisten, ließ man es manchmal so, wie es war, oder nach Zugabe von Honig oder Zucker gären. Dieser Birkenwein ist prickelnd und angenehm
  • Kambium gekocht in Gemüse, Gratins, …
  • Kätzchen getrocknet und zu Mehl pulverisiert