Gewöhnliche Felsenbirne

(Amelanchier ovalis)

Familie der Rosengewächse (Rosaceae)

Drapeauangleterre

Snowy Mespilus

Drapeauallemand

Gewöhnliche Felsenbirnen

Drapeauespagne

Amelanchero

Synonym: gemeine Felsenbirne, Felsenmispel, Edelweißstrauch

Sammelzeit:

  • junge Blätter, von März bis April
  • Blüten, von April bis Mai
  • Früchte, von August bis Oktober

Lebensraum: felsige und sonnige Hänge, lichte Wälder, in den Bergen

Pflanzenbeschreibung:

  • Strauch bis 2-3 m hoch
  • Rinde glatt, orange-braun, mit zunehmendem Alter grau
  • oval-runde Blätter (Ovalis), fein gezähnt, unten graugrün und baumwollartig, wenn sie jung sind, mattgrün, kahl und danach ziemlich ledrig. Im Herbst verfärbt sich das Laub dunkelrot
  • weiße Blüten mit 5 Blütenblättern, die in kleinen Büscheln gruppiert sind
  • kugelige Früchte, fleischig, rosa, später bläulich-schwarz mit Resten des Blütenkelches an der Spitze

Besonderheit über die Pflanze:

  • die Früchte sind sehr reich an Vitamin C, Calcium und Eisen

Heileigenschaften:

  • Blätter, Blüten und Früchte im Kräutertee wirken adstringierend, entschlackend und remineralisierend

Toxizität:

  • die Blätter und Samen der rohen Früchte enthalten cyanogene Glykoside, welche eine leichte Toxizität aufweisen, beim Kauen der rohen Kerne wird das Glykosid freigesetzt, wie im Fall von Apfel- und Birnenkernen

Kulinarische Anwendungen:

  • junge Blätter und Blüten in Kräutertee, maßvoll zu verwenden (möglichst als Teemischung mit anderen Kräutern)
  • die reifen Früchte haben einen saftig-süßen Geschmack und können roh genascht werden (siehe Toxizität)
  • aber auch in Kompott, Marmelade, Kuchen, …
  • durch das Trocknen am Strauch oder nach dem Pflücken kommt ihr süßer Geschmack zur Geltung und sie erinnern überraschend an Rosinen