Bläuliches Habichtskraut
(Hieracium glaucinum)
Familie der Korbblütler (Asteraceae)
Glaucus hawkweed
Bläuliches Habichtskraut
Vellosilla
Synonym: Frühblühendes Habichtskraut
Sammelzeit:
- junge Blätter von Februar bis März
- Blütenknospen, Blüten, von März bis Juni
Lebensraum: Rasenflächen, warme und trockene Wälder
Pflanzenbeschreibung:
- ein eher schlankes Habichtskraut mit aufrechtem Wuchs
- Grundblätter in einer Rosette, mehr oder weniger bläulich bereift, gefleckt oder ungefleckt, an der Basis mehr oder weniger gezähnt, mit ungleichmäßig behaarten Rändern
- der Blütenstand ist eine spärliche Dolde, bestehend aus gelben Blütenköpfen
- die Früchte sind Achänen mit einem Pappus
Besonderheit über die Pflanze:
- Hieracium ist ein lateinischer Begriff, der vom altgriechischen Wort Hierax abgeleitet ist. Dieses bezeichnet tagaktive Greifvögel, die kleiner als Adler sind, wie Falken oder Sperber. Die Pflanze ist nach einer Legende benannt, die Plinius der Ältere überliefert. Dieser Legende zufolge verbesserten bestimmte Arten, die auf Felswänden wuchsen, die nur diesen Greifvögeln zugänglich waren, deren Sehvermögen, wenn sie ihren Milchsaft tranken. Diese Legende könnte auf die fünf „Zähne“ der Blütenblätter zurückgehen, die den Flügelspitzen dieser Greifvögel ähneln, oder auf die Überlieferung der Signaturenlehre, nach der der Milchsaft der Pflanze zur Behandlung von Augenentzündungen und zur Stärkung des Sehvermögens verwendet wurde
- frühblühende Pflanze
Heileigenschaften:
- die Wirkung dieses Krautes wird als schleimlösend, harntreibend, antibiotisch, krampflösend und entzündungshemmend beschrieben. In der alten Kräuterkunde wird das Habichtskraut innerlich bei Durchfall, grippalen Infekten, Blasen- und Nierenentzündung, Wurmbefall und Nierensteinen eingesetzt
- die Pflanze enthält Chlorogensäure mit pharmakologischen Wirkungen, Flavonoide mit schützender Wirkung sowie Umbelliferon, das antibiotische, antioxidative, entzündungshemmende, blutzuckersenkende und tumorhemmende Eigenschaften besitzt
- äußerlich zur Wundbehandlung und als Augenspülung
Kulinarische Anwendungen:
- junge Blätter und Blüten in Salaten
- Blätter in Gemüse oder in Suppe
- Blütenknospen als Kapern
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