Golddistel
(Carlina vulgaris)
Familie der Korbblütler (Asteraceae)
Carline thistle
Golddistel
Carlina de monte
Synonym: gemeine Eberwurz, gemeine Wetterdistel
Sammelzeit:
- junge Blütenstände, von Juni bis August
Lebensraum: Trockenrasen, Brachland, Felsen, Geröll, auf Kalkstein- und Vulkanböden
Pflanzenbeschreibung:
- mehrjährige krautige Pflanze 15 bis 70 cm hoch
- aufrechter, steifer, dorniger und baumwollartiger Stamm
- die Stängelblätter sind wechselständig, länglich, schmal, ähneln denen von Carduus und sind wollartig, insbesondere auf der Unterseite
- die Blütenköpfe, in Gruppen von 2 bis 5 oder einzeln, bestehen nur aus röhrenförmigen, gelblich-braunen zwittrigen Blüten, sind jedoch von einer Krone aus linearen, spitzen, sich ausbreitenden, gelblichen und glänzenden Hochblättern umgeben
Besonderheit über die Pflanze:
- sein Name geht auf die Legende zurück, dass die Armee Karls V. dank ihm von der Pest geheilt wurde.
- der dekorative Aspekt der getrockneten Blume gab ihr den volkstümlichen Namen „Golddistel“
- die inneren Hüllblätter der Golddistel reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus
Heileigenschaften:
- Harntreibend, Schweißtreibend, Fiebersenkend, Abführmittel, Behandlung von Verdauungsstörungen, gesteigerter Appetit, Behandlung von Darmparasiten
- Carlina wird als äußerliche Behandlung verwendet, um Dermatitis (Hautentzündungen) zu waschen, Hautpilz und Ekzeme zu behandeln
Kulinarische Anwendungen:
- die jungen Blütenstände können wie die von Artischocken gegessen werden, nachdem die äußeren Dornen entfernt wurden.


