Frühlings-Hungerblümchen

(Draba verna = Erophila verna)

Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Drapeauangleterre

Common whitlowgrass

Drapeauallemand

Frühlings-Hungerblümchen

Drapeauespagne

Pan y quesillo

Synonym: nicht bekannt

Sammelzeit:

  • junge Blätter, Blüten, von Februar bis Mai

Lebensraum: trockenes Land, Mauern, Dünen, Dämme, Felsen, Sandfelder

Pflanzenbeschreibung:

  • sehr kleine einjährige Pflanze, 3 bis 15 cm
  • die sitzenden Blätter sind ganzrandig, lanzettlich-spatelförmig oder linealisch, nicht steif, mit keilförmiger Basis und manchmal ein oder zwei Zähnen an der Spitze. Sie haben eine dünne Blattspreite mit gewelltem Rand und stumpfer Spitze. Beide Seiten sind fast kahl. Sie sind alle in einer streng grundständigen Rosette angeordnet, aus der ein grüner Blütenstiel (manchmal fälschlicherweise für einen Stängel gehalten) von 4–12 cm Länge entspringt, der gelegentlich rötlich oder purpurfarben, an der Basis behaart und im oberen Bereich kahl ist
  • kleine weiße Blüten mit 4 kreuzförmig angeordneten Blütenblättern, die in 2 tiefe Lappen geteilt sind
  • die Schötchen sind breit elliptisch bis fast kreisrund, kahl, 3 bis 11 mm lang und stehen in der Regel aufrecht ab. Sie enthalten meist 15 bis 35 etwa 0,5 mm lange Samen

Besonderheit über die Pflanze:

  • der wissenschaftliche Name „Draba“ stammt vom griechischen „drabé“ ab, was „scharf“ bedeutet und auf den scharfen Saft einiger Arten dieser Gattung anspielt. Das Epitheton „verna“ bezieht sich auf den Frühling
  •  der wissenschaftliche Name „Erophila“ leitet sich von den griechischen Wörtern „eros“ (Frühling) und „phila“ (Freund) ab und verweist auf die sehr frühe Reife der Pflanze
  • die Blätter der Pflanze sind essbar, wenn auch extrem klein. Ihr Geschmack ist nur leicht pfeffrig, da sie weniger Glucosinolate enthalten als andere Kreuzblütler

Heileigenschaften:

  • adstringierend, wundheilend
  • früher wurde es in der traditionellen Medizin zur Behandlung von Hautinfektionen empfohlen und war besonders für seine Wirksamkeit bei der Heilung von Panaritien bekannt, daher der englische Name „whitlow“ (Panaritium)

Kulinarische Anwendungen:

  • sehr junge Blätter in Salaten
  • Blüten zum Dekorieren von Gerichten und Salaten