Gemeiner Wirbeldost
(Clinopodium vulgare)
Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae)
Wild basil
Gemeiner Wirbeldost
Clinopodio
Synonym: Wild Basilien
Nicht zu verwechseln: im nichtblühenden Zustand kann diese Art mit „Origanum vulgare“ (Oregano) verwechselt werden, dessen Blattspreite auf der Unterseite durchscheinende Drüsen aufweist (die mit einer Lupe sichtbar sind) und deren Blattspreite auf der Oberseite kahl oder nur spärlich behaart ist
Sammelzeit:
- junge Triebe, junge Blätter, von April bis Juni
- Blüten, von Juli bis September
Lebensraum: Dämme, lichte Wälder, Waldränder, Hecken, trockene Rasenflächen, unbebautes Land
Pflanzenbeschreibung:
- mehrjährige krautige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 70 cm
- gegenständige, leicht gezähnte Blätter mit kurzen Blattstielen, die weit auseinander am Stängel stehen
- rötlich-violette Blüten in Quirlen, die in mehreren Ebenen in den Blattachseln der 2 bis 4 Blattpaare der oberen Blätter angeordnet sind
Besonderheit über die Pflanze:
- sehr haarige Pflanze
- Blätter, die denen von Basilikum oder wildem Oregano ähneln
- ein angenehmer, leichter Duft, der an Minze erinnert
- Nektarproduzierende Blüten, die von Bienen gesucht werden
- Färberpflanze, die einen gelben Farbstoff liefert
Heileigenschaften:
- adstringierend, verdauungsfördernd, schweißtreibend, schleimlösend, antibakteriell, entzündungshemmend
- die jungen Triebe des gemeinen Wirbeldosts enthalten Betulin. Betulin besitzt entzündungshemmende, antibakterielle, antivirale, leberschützende und tumorhemmende Eigenschaften. Diese Eigenschaften machen den gemeine Wirbeldost zu einer interessanten Heilpflanze
Kulinarische Anwendungen:
- Blüten zum Dekorieren von Gerichten
- sehr junge Blätter in Salaten
- Blätter gekocht in Gemüse, Lasagne, Quiches, Gratins, Suppen usw.
- getrocknete Blätter und Blüten werden zu Kräutertee aufgegossen




