Alpen-Kratzdistel

(Cirsium spinosissimum)

Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Drapeauangleterre

Spiniest thistle

Drapeauallemand

Alpen-Kratzdistel

Drapeauespagne

Cardo espinoso

Synonym: Stachel-Kratzdistel

Sammelzeit:

  • Wurzeln (im ersten Jahr), von September bis zum Winter
  • junge Stängel und Blätter, von April bis Juli
  • Blütenköpfe, von Juli bis September

Lebensraum: Geröllhänge, Felsgebiete, Wiesen

Pflanzenbeschreibung:

  • die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80, selten bis zu 120 Zentimetern
  • ihr Stängel ist aufrecht, einfach, selten wenig verzweigt; er ist dick und im unteren Teil schwach und im oberen Teil reichlicher behaart. Er ist meist auf seiner ganzen Länge dicht wechselständig beblättert
  • die steifen, stechenden Laubblätter sind gelb-grün, spärlich spinnwebig-wollig behaart, länglich und buchtig fiederspaltig. Die Laubblätter besitzen auf jeder Seite sieben oder acht dreieckig-längliche, ringsum scharf dornig gezähnte Blattabschnitte. Die unteren Laubblätter sind kurz gestielt, die oberen herzförmig stängelumfassend
  • es stehen dicht knäuelig gehäuft meist zwei oder mehr bleich-gelbe Blütenkörbe zusammen. Der Gesamtblütenstand ist von zahlreichen, gelbgrünen, lang zugespitzten, buchtig dornig gezähnten und die Körbe überragenden Hochblättern umgeben
  • die 3 bis 5 Millimeter große, bräunliche Achäne besitzt einen gefiederten Pappus

Besonderheit über die Pflanze:

  • alle Disteln sind im Allgemeinen harmlos und können wie diese Art verwendet werden, obwohl manche zu bitter, zu klein oder zu stachelig sind. Eine Art ist jedoch als extrem giftig bekannt: das Gummi-Spindelkraut (Atractylis gummifera), eine stammlose Pflanze mit einem einzigen, großen Blütenkopf, die auf Korsika (und von Portugal bis Griechenland und Nordafrika) wächst

Heileigenschaften:

  • die Pflanze besitzt appetitanregende und harntreibende Eigenschaften

Kulinarische Anwendungen:

  • die jungen Stängel sind zart, knackig und saftig, süß und aromatisch. Sie schmecken roh oder gedünstet hervorragend
  • stachelige Blätter, gut blanchiert und püriert (siehe Rezept)
  • wenn sie groß genug sind, können Distelblütenköpfe roh oder gekocht, ähnlich wie Artischocken, verzehrt werden. Ihr Geschmack ist sehr fein, aber die Zubereitung erfordert etwas Geduld
  • Stempel der Blütenköpfe mit der Schere abgeschnitten und auf Salate oder Artischockengerichte gestreut
  • getrocknete Wurzeln werden zu Mehl vermahlen, rohe Wurzeln werden gerieben in Salaten oder als Gemüse gekocht, z. B. in Gratins, Suppen usw