Richers Schnabelsenf
(Coincya richeri)
Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Richers’ cabbage
Richers Schnabelsenf
desconocido
Synonym: Richers Lacksenf
Sammelzeit:
- Blätter, Blütenstände, von Mai bis August
- Blüten, von Juli bis August
- Samen, von August bis September
Die Blattrosetten im Frühling sind die besten. Dann werden sie zäh und bitter
Lebensraum: steinige Böden, Geröllhänge auf siliziumhaltigem Gestein, Wiesen, in den Alpen
Pflanzenbeschreibung:
- mehrjährige, kahle und bläuliche Pflanze
- Stiel 20 bis 50 cm lang, einfach, oben kahl oder fast kahl
- wechselständige Blätter, die unteren in einer Rosette angeordnet, gestielt, mit schmal-ovalem oder länglichem Blattspreiten, ganzrandig oder buchtig und mit unregelmäßigen Zähnen versehen, die Stängelzähne sehr klein, paarig oder oft sogar fehlend
- gelb geäderte Blüten in dichtem Doldenrispen
- die Frucht ist eine 5 bis 8 cm lange und 3 mm breite, zylindrische, unbehaarte Schote mit einem Schnabel, der halb so lang ist wie die Klappen. Letztere weisen drei parallele, deutlich sichtbare Adern auf. Die Samen sind schwarz
Besonderheit über die Pflanze:
- ursprünglich von Villars als „Brassica richeri“ bezeichnet, wurde dieser Kohl von Greuter und Burdet in „Coincya richeri“ umbenannt. Damit ehrten sie die beiden Botaniker A. de Coincy und Richer de Belleval. Letzterer gründete im 16. Jahrhundert den Botanischen Garten von Montpellier, der sich großer Beliebtheit erfreute
- endemische Arten der Alpen
- scharfer und bitterer Geschmack von Brunnenkresse
Kulinarische Anwendungen:
- junge Blätter in Salaten, Pesto, Butter, Saucen
- ältere Blätter, die in zwei Kochvorgängen gekocht werden, um die Bitterkeit zu beseitigen, in Gemüse, Suppen oder Gratins wie Brunnenkresse
- Blüten und Blütenknospen als Dekoration
- kleine Samen mit scharfem Geschmack als Gewürz, in Senf
Rezepte:
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