Alpen-Distel
(Carduus defloratus)
Familie der Korbblütler (Asteraceae)
Alpine thistle
Alpen-Distel
Cardo fino
Synonym: Berg-Distel
Sammelzeit:
- junge Triebe, von April bis Juni
- Blütenstände, von Juli bis August
- Wurzeln (im ersten Jahr), von September bis zum Winter
Lebensraum: Wegränder, trockene Rasenflächen, Hochmoore
Pflanzenbeschreibung:
- 40 bis 60 cm hohe, dornige, mehrjährige krautige Pflanze, charakteristisch für Bergwiesen
- aufrechter, steifer Stamm, manchmal einfach oder spärlich verzweigt
- längliche, stachelige, kahle Blätter, wechselständig angeordnet und ohne Stiel. Der obere Teil des Stängels, oberhalb des letzten Blattes, ist über weite Strecken bis zum Blütenkopf laublos
- die Blüten sind in einzelnen Körbchen an jedem Stiel angeordnet und von mehr oder weniger weit auseinander stehenden, stacheligen Hochblättern umgeben. Sie erscheinen in Form violetter Lappen (bei der Albino-Sorte manchmal weiß)
- die Früchte sind Achänen
Besonderheit über die Pflanze:
- langer, kahler Stiel ohne Stacheln
- der Name „carduus“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Distel. Das Wort stammt vom lateinischen „cardo“, was ein Kardiergerät bezeichnet, das zum Kardieren von Wolle verwendet wird. „defloratus“ hingegen bedeutet „entjungfert“ oder „ohne Blüte“, ein Hinweis darauf, dass die Pflanze über dem letzten Blatt keine Blätter am Blütenstiel hat, was ihr ein „enthauptetes“ oder „kahlstieliges“ Aussehen verleiht
Kulinarische Anwendungen:
- die jungen Stiele schmecken roh, nachdem sie geschält wurden, köstlich. Sie sind knackig, sehr saftig und ihr salziger, aber leicht süßlicher Geschmack erinnert an Artischocken. Sie können auch kurz in Salzwasser blanchiert und anschließend in Butter gebraten werden
- junge Blätter, roh oder gekocht
- ältere Blätter, gut blanchiert und püriert (siehe Rezept)
- Stempel der Blütenköpfe mit der Schere abgeschnitten und auf Salate oder Artischockengerichte gestreut
- roh geriebene Wurzel im Salat oder gekocht als Gemüse, Gratins, Suppe usw.
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